Kinderhypnose 1

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Sehr geehrte Eltern!

Ich gebe Ihnen einige Informationen zur Hypnose im Allgemeinen und zur Kinderhypnose im Speziellen.

Hypnose beruht auf dem Prinzip, dass der Therapeut den Patienten anleitet, sich Selbst zu hypnotisieren, d.h. sich z.B. auf angenehme Urlaubsgedanken zu konzentrieren. Je besser der Patient sich konzentrieren kann, je besser seine Vorstellungskraft ist, desto schneller und tiefer geht er in Trance. Sie kennen sicher das Gefühl, dass Sie beim Lesen eines Buches oder beim Sehen eines spannenden Filmes alles um sich herum vergessen, oder die Umgebung jedenfalls in weite Ferne rückt. Diese sogenannte Alltagstrance wird in der medizinischen Hypnose ausgenutzt, um die Zahnbehandlung für den Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Patient ist in diesem Zustand weder willenlos noch handlungsunfähig. Durch beruhigende und angenehme Suggestionen wird durch den Therapeuten jedoch ein Klima geschaffen, das den Patienten in Trance hält. In diesem Zustand sind sogar operative Zahnentfernungen ohne Anästhesie (Spritze) möglich. Wichtig ist, dass der Patient Dinge, die er als unangenehm wahrnimmt, dazu benutzt, um sich noch besser auf seine angenehmen Gedanken zu konzentrieren, und so tiefer in Trance zu gehen. Viele Patienten berichten, sie hätten zwar die gesamte Behandlung mehr oder weniger mitbekommen, jedoch sei ihnen dies vollkommen egal gewesen. Je nach Bedarf kann ein Erwachsener so problemlos bis zu einer Stunde und mehr in Trance gehalten werden.

Kinder sind von ihrer Natur her nicht in der Lage, sich so lange zu konzentrieren. Um sie von der Zahnbehandlung weg zu konzentrieren und sie in Trance zu halten, verwenden wir verschiedene Techniken:


Was wir tun!

1. Wir verwenden für alle unsere Instrumente und Handlungen nur positive Begriffe. Bohren, reißen etc. sind schon von vorne herein mit Angst besetzt. Wir putzen und streicheln Zähne, machen sie sauber, das ist neutral oder positiv. So gibt es in meiner Ordination auch nur ZahnPutzer und ZahnStreichler. Selbst wenn das Kind sagt: "Das ist ja ein Bohrer!", bleibe ich dabei und sage: "Das ist ein Putzer!" Diese Umformulierung wird schlussendlich von allen Kindern akzeptiert.

2. Wir erklären jeden Schritt der Behandlung im Vorhinein unter Verwendung oben genannter Formulierungen. Während der Behandlung gehen wir nur soweit, wie es das Kind zulässt. Das Behandlungsziel wird mit dem Kind ausgemacht. Unser Ziel ist das Putzen eines Zahnes oder mehrerer Zähne, das Herausnehmen eines Zahnes etc.. Das Ziel des Kindes ist, keine Schmerzen bei der Behandlung zu haben und so wenig wie möglich von der Behandlung mitzubekommen. So kann das Einverständnis des Kindes schon durchaus einige Diskussionen erfordern. In dieser Phase der Behandlung kann es auch vorkommen, dass das Kind weint, versucht vom Stuhl aufzustehen, um sich schlägt etc.. Wir halten Kinder dann mit sanftem Nachdruck am Stuhl. Wenn das Kind merkt, dass es mit dieser Taktik sein Ziel nicht erreicht, ist ein problemloses Weiterbehandeln möglich. Das Ausweiten eines ausgemachten Behandlungszieles am Ende einer Hypnosesitzung ist jedoch in den meisten Fällen nicht möglich.

3. Wir erzählen Geschichten mit denen wir die Kinder von der Zahnbehandlung fortführen. Wenn unsere Sprache und die Erzählung manchmal etwas konfus klingen, so geschieht dies mit voller Absicht. Die sogenannte Konfusionstechnik (Verwirrungstechnik) ist eine der wirksamsten Methoden um Ihr Kind in Trance zu halten.

4. Schlussendlich berühren wir Ihr Kind während der gesamten Behandlung. Kinder brauchen während der Behandlung andauernd Körperkontakt (Halten und Beschützen). Dieses Halten geschieht liebevoll, manchmal aber auch mit dem nötigen Nachdruck. Immer jedoch so, dass wir für eine sichere Behandlung Ihres Kindes garantieren können, und sich das Kind wohl fühlt. Wir arbeiten gerade bei Kindern sehr viel mit Berührungstechniken und geben damit dem Kind ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Das Halten des Kopfes, des Bauches, der Herzregion dient dem Schutz und der Abgrenzung. Darüber hinaus lösen manche Griffe Trance aus und vertiefen sie.

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Prof.(IMU) Dr.
Werner Ossmann
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Fax: 01 / 310 92 92/DW 4
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